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Harry Maasz-Landhausgarten

Juwel der Gartenbaukunst

 

Infolge unterschiedlicher Nutzungen war der historische, zwischenzeitlich vollständig verwilderte Garten während der vergangenen Jahrzehnte aus dem Bewusstsein der Neumünsteraner verschwunden. Nun wird er nach 60 Jahren zur Eröffnung des Parks erstmalig wieder in seiner ursprünglichen Ausprägung von 1925 zu erleben sein: Ein stimmungsvolles Gartenkunstwerk des frühen zwanzigsten Jahrhunderts mit  rahmenden Baumalleen, sich öffnenden grünen Räumen, Natursteinmauern und expressiv anmutenden Beeten. Harry Maasz gehörte neben Leberecht Migge, Alfred Lichtwark und Fritz Schumacher zu den führenden Vertretern der Gartenkunstreform.

 

In seinem 1926 erschienenen Buch „Kleine und große Gärten“ beschreibt er die Umgestaltung des Gartens der Wachholtzschen Villa in Neumünster. Als freiberuflicher Gartengestalter der ersten Generation begriff Maasz den so genannten Reformgarten nicht als Ausschnitt, sondern als Bestandteil der vorgefundenen Landschaft. Die Verschmelzung von Garten und Landschaft war ihm ebenso wichtig wie der Übergang von Wohngebäude, Gartenlandschaft und umgebender Naturlandschaft.